Projekte

Der Schulterblick gewährt erste Einblicke in bereits geförderte und angelaufene Projekte aus der Pilotphase mit Hinweisen zu den Antragstellern und Ansprechpartnern. Diese sind nach Aktualität aufgelistet und bieten in Zukunft die Möglichkeit eines Feedbacks in einem dafür vorbereiteten Textfeld.

„IN-Haus Radio“ – Aufbau und Betrieb eines Integrationsradios

Ein Integrationsradio, um Geflüchteten eine Stimme zu geben – das ist die Projektidee, die die Stiftung KalkGestalten aus Köln-Kalk realisiert.


Initiative stärken – Weiterbildungsangebote für das Ehrenamt

Ehrenamt verdient Anerkennung und Stärkung durch Weiterbildung. Aus diesem Grund unterstützt die Bürgerstiftung für Chemnitz Freiwillige mit Weiterbildungen und Informationen zu verschiedenen Themen in der Flüchtlingsarbeit.


Willkommen – für Flüchtlingsmütter mit kleinen Kindern

Gelebte Willkommenskultur von Anfang an – dafür steht die Bürgerstiftung Landkreis Fürstenfeldbruck. Sie hat mit „Willkommen im Leben“ ein Neugeborenen-Besuchsprogramm für den Landkreis entwickelt und unterstützt in Kooperation mit dem Brucker Forum insbesondere auch Flüchtlingsmüttern mit Neugeborenen und kleinen Kindern. Das Programm will nicht nur Hilfestellung bei Kinderbetreuung und Spracherwerb geben, sondern auch Rückzugsorte zum Stillen, Füttern und Wickeln schaffen.


Girl-Space – Angebote für junge Mädchen mit Flucht- und Migrationshintergrund

Mit Hilfe des Fonds „Auf Augenhöhe“ plant die Bürgerstiftung Halle in Kooperation mit Dornrosa e.V. und dem Aktionstheater Halle ein Projekt für jugendliche Mädchen mit Flucht- und Migrationshintergrund. Zunächst können sie in einem geschützten Raum des Jugendzentrums Grüne Villa kreativ-künstlerische Angebote ihrer Umgebung wie Theater, Tanz oder Poetry Slam kennenlernen und hier zusammenkommen. In der zweiten Phase befördert die Präsentation der erarbeiteten Kreativ-Projekte im Stadtteil den interaktiven Austausch mit Bürgerinnen und Bürgern.


Deutschkurse, Betreuung von Grundschulkindern sowie Aufbau einer Kommunikationsplattform

Der Fonds „Auf Augenhöhe“ unterstützt das Helfernetzwerk für Geflüchtete in Isernhagen, das 2013 gegründet wurde und in dem sich inzwischen mehr als 100 Menschen engagieren. So sollen zum einen Deutschkurse, zum anderen eine Anlaufstelle für geflüchtete Grundschulkinder finanziert werden. Nach dem Unterricht bereiten Kinder hier gemeinsam mit Sozialpädagogen und einem Sprachlehrer Essen zu und machen Hausaufgaben. Außerdem möchte die Bürgerstiftung Isernhagen eine digitale Kommunikationsplattform aufbauen, um Flüchtende und Angekommene zeitnah über Treffen, Veranstaltungen und anderes zu informieren. „Ohne Sprache und Kommunikation keine Integration“, so Dr. Joachim Wegener, Vorsitzender der Bürgerstiftung, dazu, warum diese Projekte so wichtig seien.


QuaTeF – Berufsqualifizierung in Technik für Flüchtlinge im Alter von 18 bis 27

„QuaTeF“ heißt das Projekt zur Berufsqualifizierung für junge Geflüchtete der Stiftung kinder-und familienfreundliches Melsungen, das sie mit Unterstützung des Fonds „Auf Augenhöhe“ seit September verwirklichen. Geflüchtete, die noch im Anerkennungsverfahren für ihren Asylantrag sind, erfahren durch ein Praktikum in Melsunger Betrieben und begleitenden Fachunterricht an der Berufsschule den Arbeits-und Ausbildungsalltag in Deutschland. Hier können sie ihre eigenen sozialen und fachlichen Kompetenzen aus dem Herkunftsland überprüfen sowie die deutsche Sprache im Arbeitskontext verbessern. Begleitetet werden die jungen Menschen dabei von ehrenamtliche Mentoren und Sprachpaten. Diese sind eingebunden in ein regionales Netzwerk gesteuert vom Berufswahl-und Integrationsbüro der Stiftung. „Durch die Zusammenarbeit mit Ehrenamtlichen und Netzwerkpartnern gelingt es, die geflüchteten Menschen in das Alltagsleben einzubinden und ihnen Zukunftsperspektiven zu eröffnen“, so Bürgermeister Markus Boucsein. „Die Willkommenskultur wird gelebt.“


Förderung von Sprach- und Alphabetisierungskursen unabhängig vom rechtlichen Status der Geflüchteten

Integration erfolgt über das Erlernen neuer Sprachen. Deshalb setzt sich die Bürgerstiftung Rheda-Wiedenbrück dafür ein, Sprach- und Alphabetisierungskurse für Flüchtlinge zu einem möglichst frühen Zeitpunkt anzubieten. Die von engagierten Bürgerinnen und Bürgern der Stadt durchgeführten Kurse stehen den Geflüchteten unabhängig von ihrem rechtlichen Status sofort nach ihrer Ankunft zur Verfügung. Sie geben eine erste Orientierung in der fremden Stadt und erleichtern den Kontakt mit Schulen und Behörden sowie in Nachbarschaft und Vereinen. Darüber hinaus bereiten die Sprachkurse auf die staatlich finanzierten Integrationskurse vor und sind eine wichtige Basis für eine Kommunikation auf Augenhöhe.


Kulturrahmen und Weltenbauer – Kunst zu Herkunft und Heimat

Die vorurteilsfreie Begegnung Jugendlicher verschiedener Kulturen ermöglicht die Bürgerstiftung Unser Schwabach gemeinsam mit  dem Stadtjugendring und dem Förderverein Integrationsarbeit.


Weiterentwicklung des offenen Begegnungsraumes „Teatime & Herz“ für Flüchtlingsfrauen und ihre Kinder

Im Begegnungsraum „Teatime & Herz“, einem geschützten Raum des Frauenzentrums, kommen jeden Donnerstag engagierte mit geflüchteten Frauen und deren Kindern zusammen. Sie tauschen sich aus, überlegen gemeinsam, was gebraucht wird, welche Aktionen umgesetzt werden sollen und welche Einzelhilfen notwendig sind. Das unerlässliche Vertrauen für eine gemeinsame Arbeit ist aufgebaut. Nötig sind jetzt interkulturelle Trainings für alle Beteiligten und moderierte Planungen der weiteren Arbeit. Diese möchte die Bürgerstiftung Weimar ebenso verwirklichen wie die Supervision der ehrenamtlich tägigen Frauen. Der Fonds „Auf Augenhöhe“ bietet zudem die Möglichkeit, weitere Ideen und Kooperationsangebote aus Kunst, Sport und Sprache zu koordinieren. „Wenn freiwilliges Engagement dienliche Rahmenbedingungen vorfindet, kann die gemeinsame Energie alles Notwendige für die Integration auf Augenhöhe erreichen“, sagt Doris Elfert, Vorstandsvorsitzende der Bürgerstiftung Weimar.


Aufbau einer Initiative zur Selbstorganisation junger Geflüchteter

Im Rahmen des BürgerKollegs (Qualifizierung von Ehrenamtlichen) unterstützt Die Wiesbaden Stiftung ehrenamtlich Engagierte in der Arbeit mit Geflüchteten. Mit Hilfe des Fonds „Auf Augenhöhe“ kann nun erstmals die Arbeit mit jungen Angekommenen, die sich selbst organisieren möchten, effektiv unterstützt und begleitet werden. BürgerKolleg und Stadtjugendring haben eine selbstorganisierte Gruppe von jugendlichen Geflüchteten initiiert, die nach einem begleiteten Start eigenständig arbeiten und damit die Geflüchteten selbst als Aktive in den Fokus rücken soll. Die Mittel werden für die Qualifizierung der Jugendlichen, für Teambuilding sowie für Arbeitsmaterial verwendet. „Eigenverantwortliches Entscheiden, Planen und Handeln bilden die Basis für eine aktive Teilhabe an der Gesellschaft“, so Michael Weinand, Teamleiter des Stadtjugendrings Wiesbaden. „Wir freuen uns, dass wir diese Arbeit mit Hilfe der finanziellen Unterstützung aus dem Fonds nun auf eine tragfähige Grundlage stellen können. Wir können uns kein passenderes Motto für unser Projekt vorstellen als den Namen dieses Fonds: Auf Augenhöhe.“


Gemeinsam Musik machen

Die Bürgerstiftung Wiesloch hat das Netzwerk Asyl als Organisation der ehrenamtlich Aktiven mitgegründet und unterstützt seine Arbeit. Ziele des Netzwerks sind außer der Hilfe zur Selbsthilfe für die Geflüchteten auch die Einbindung der Öffentlichkeit. „Begegnungen auf Augenhöhe finden schon statt und wir möchten das Angebot an Begegnungsmöglichkeiten erweitern, denn in dem Moment, wo sich Menschen beim gemeinsamen Tun kennenlernen, bewegen sie sich aufeinander zu und legen damit die Basis für Integration“ so Annegret Sonnenberg, Vorstandsvorsitzende der Bürgerstiftung Wiesloch.

Gemeinsam mit der Musikschule Südliche Bergstraße werden ab Januar verschiedene Vokal- und Instrumentalgruppen die Arbeit aufnehmen. Die angebotenen Instrumente reichen von der eigenen Stimme über afrikanische Trommeln, Keyboard, Posaune, Gitarre und E-Bass, Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Die Sprache der Musik kann Kommunikation ermöglichen, auch dann, wenn die Deutschkenntnisse erst in den Anfängen sind.

Die Kampagne, um Geflüchtete und Wieslocher Bürgerinnen und Bürger hierfür zu gewinnen, startet im Dezember und für März ist ein Konzert geplant, bei dem man schon Resultate erleben soll.