„IN-Haus Radio“ – Aufbau und Betrieb eines Integrationsradios

Stiftung KalkGestalten/Köln

Junge Stimmen mit ihren Meinungen, Positionen und Ideen zur gegenwärtigen Lage in der Welt und in Deutschland werden viel zu wenig gehört. Dabei bilden die Entscheidungen von heute die Basis für die Welt von morgen – und somit auch für die Zukunft der nächsten Generation.

Mit dem Projekt „In-Haus-Radio“ soll die Beteiligung junger Menschen in der öffentlichen Diskussion ermöglicht und gestärkt werden, um ihren Ideen, Fragen und Visionen (einen) Raum zu geben. Das besondere Augenmerk des Projekts liegt darauf, auch junge Geflüchtete sowie Migrantinnen und Migranten in die Diskussion einzubeziehen, ihre Ansichten wertzuschätzen und ihr Engagement zu fördern.

Im Projekt wird eine Radiostation aufgebaut, von der aus ein Internetradioprogramm wöchentlich gesendet werden soll. Themenschwerpunkte des Programms sind u.a.: „Erste Schritte in Deutschland“, „Refugees in love“, „Beispiele gelungenen Ankommens“, „Einblicke in unser Leben“, „Aktuelles“. Die Redaktionsgruppe besteht aus einer Gruppe junger Menschen aus Deutschland, Burkina Faso, Syrien, dem Irak, Polen und Russland. Die technische Leitung des Radios übernimmt ein junger Mann aus Syrien, der bereits ein Radioprojekt in der Türkei geleitet hat.

In 2016 werden zunächst Schulungen zum Thema Radio durchgeführt, die Radiostation und die entsprechende Website aufgebaut sowie ein erster Podcast erarbeitet. In 2017 soll das Radio dann online gehen.

Projektträger: Stiftung KalkGestalten, Bürgerstiftung im Stadtbezirk Köln-Kalk

Durchführende Organisation: Integrationshaus e.V., Migranteneinrichtung in Köln-Kalk

Kontakt und weitere Information: Elizaveta Khan, Tel.: 0221-997457-52, elizaveta.khan(at)ihaus.org


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Ein Funk(e), der überspringt

15.11.2016 um 22:11 von Petra Christiansen

Ein tolles Projekt, das dem wichtigen Thema  „Integration“ noch mehr Gehör verschafft und den Flüchtlingen eine (Radio-)Stimme gibt. In der Landeshauptstadt ist das arabisch-deutsche Hörfunkprojekt ja leider gescheitert, weil die Medienanstalt Berlin-Brandenburg an seiner wirtschaftlichen Nachhaltigkeit gezweifelt hat. Umso wichtiger ist es, dass es nicht-staatliche Partner gibt, die an die Idee des Integrationsradios glauben. Hoffen wir, dass der Funk(e) überspringt! Der erste öffentlich-rechtliche Kanal, der sich Themen wie Integration, Flüchtlingsarbeit und Asylpolitik widmet, heißt übrigens „funkbunt!“. Unter diesem Namen hat Bayerns Integrationsbeauftragter Martin Neumeyer im April 2016 „Die Station für Integration“ in Leben gerufen.


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