Aktuelles

2. September 2021
Fünf Jahre Fonds „Auf Augenhöhe“

Im Sommer 2021 ist der Fonds „Auf Augenhöhe“ zur Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements für Geflüchtete und Angekommene in Deutschland fünf Jahre alt geworden. Gestartet ist er 2016 mit einer Fondseinlage in Höhe von 500.000 Euro als gemeinsame Initiative von Software AG – Stiftung (SAGST), GLS Treuhand und dem Bündnis der Bürgerstiftungen Deutschlands. Dank Spenden von weiteren Unterstützern und einer Aufstockung des Fonds durch die SAGST mit 300.000 Euro im Jahr 2019 konnten bisher insgesamt über 180 Projekte mit jeweils bis zu 5.000 Euro schnell und unbürokratisch gefördert werden – ohne enge Fristen, strenge Förderkriterien und langwierige Antragsverfahren.

„Auf diese Weise sind zusammen mit rund 150 Partnern“, so SAGST-Projektleiter Andreas Rebmann, „ganz unterschiedliche Zufluchtsräume entstanden, in denen gesellschaftlicher Zusammenhalt wachsen und Begegnungen auf Augenhöhe stattfinden konnten.“

Eine Schlüsselrolle für die verschiedenen Formate gelingenden Miteinanders, die von kulinarischen oder sportlichen Erlebnissen über Theaterprojekte und Mentoring-Programme bis hin zu Ausbildungskonzepten reichen, spielten die Bürgerstiftungen mit Gütesiegel bzw. Gütesiegeltauglichkeit sowie seit 2020 auch die Houses of Resources (HoR). Sie können als Experten für die Bedarfe vor Ort Anträge für eigene Projekte stellen oder eine Bewerbung stellvertretend für lokale Initiativen einreichen, deren Idee und Vorhaben sie unterstützen möchten.

„Wir sind für diese Erfahrung sowie die vertrauensvolle Zusammenarbeit unglaublich dankbar“, erklärt Andreas Rebmann, der den Fonds „Auf Augenhöhe“ von Anfang an begleitet hat. „Sowohl die Bürgerstiftungen als auch die HoR sind unsere Verbindung zum Feld und wichtige Seismografen mit Blick auf die aktuelle Lage der Geflüchteten und Angekommenen in Deutschland.“

Im Austausch mit diesen Mittlerorganisationen, dem Expertenbeirat des Fonds sowie dem Bündnis der Bürgerstiftungen Deutschlands, führt Rebmann weiter aus, sei nun deutlich geworden, dass der Fonds auch fünf Jahre nach dem Hoch der Flüchtlingskrise keinesfalls an Relevanz eingebüßt hat. Nach wie vor sowie speziell auch mit Blick auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie habe der Fonds, heißt es aus der Engagementszene, durch seine unkomplizierte Struktur einen unverzichtbaren Wert für die Realisierung von Mikroprojekten zur Bewältigung einer der größten sozialen Herausforderungen unserer Zeit geleistet.

Vor diesem Hintergrund hat die SAGST entschieden, den Fonds „Auf Augenhöhe“ bis 2023 fortzusetzen und ihn – verteilt über die kommenden Jahre – noch einmal mit insgesamt einer halben Million Euro auszustatten. „Dieser Beschluss“, erläutert Vorstandsmitglied Peter Augustin, „erfolgte lange bevor die dramatische Lage am Hindukusch das Thema wieder auf die Medienagenda brachte. Denn uns als Stiftung geht es nicht nur darum, Hilfsangebote in Ausnahmesituationen zu ermöglichen. Das wäre ein vollkommen falsches Verständnis von Migration. Anzukommen ist ein langfristiger Prozess, in dem es immer wieder Momente der wertschätzenden Begegnung braucht.“

Aus diesem Grund möchte die Stiftung auch weiterhin grundsätzlich Folgeanträge durch die Antragsteller*innen zulassen, bearbeitet aber die Anfragen zu neuen Projekten und Akteur*innen, die erstmals einen Antrag stellen, mit Priorität. Förderungen können sie je nach Bedarf in Höhe von 3.000 bis 5.000 Euro anfragen. Bei einem weiteren Antrag zu einem früheren Projekt ist die Fördersumme auf maximal 3.000 Euro beschränkt.

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